Exkursionen

Als Verein sind wir daran interessiert wie andere Eisenbahnen funktionieren. Deshalb planen wir jährlich eine Exkursion zum Thema, bei der wir uns interessante Strecken, andere Vereine oder geschichtsträchtige Gegenden anschauen. Wir sind dabei immer auf der Suche nach neuen Ideen und Lösungen, welche wir bei uns umsetzen können und hoffen auch immer auf neue Kontakte. Neben dem technischen Interesse an der Eisenbahn kommen kulturelle Besuche und auch kulinarische Freuden nicht zu kurz. Trotz allem steht im Mittelpunkt jeder Fahrt das Interesse an der Eisenbahn.

2019 ging es zum zweiten Mal ins Erzgebirge. Dazu gehörten auch zwei Abstecher nach Tschechien. Nach der Suche der alten Schmalspurgleise auf dem früheren mehrspurigen Bahnhofes Wolkenstein, an dem die Pressnitztalbahn von Wolkenstein nach Jöhstadt einmal begann, besuchten wir auch die Bahnhöfe der heutigen musealen Pressnitztalbahn in Steinbach und Jöhstadt. Vor zwei Jahren hatten wir die Möglichkeit die historische Pressnitztalbahn in Aktion zu sehen und mit ihr zu fahren zudem die Ausstellungs- und Fahrzeughalle zu besichtigen.

Mit der Fichtelbergbahn, ebenfalls eine historische Schmalspurbahn in Dampfbetrieb, machten wir eine Fahrt von Cranzahl nach Oberwiesental mit Besuch des 1215 m hohen Fichtelberges. Um auf dem Fichtelberg zu gelangen nutzten wir Deutschlands älteste Seilschwebebahn aus dem Jahr 1924. Auch warfen wir einen Blick auf das 2001 endgültig stillgelegte BW Pockau-Lengefeld, an dem sich die Strecke von Flöha nach Marienberg und Olbernhau teilt. 2017 wurde das BW von der Pressnitztalbahn mbH übernommen und wird wieder instand gesetzt.

In Tschechien war ein Muss der Besuch des Depots für Schienenfahrzeuge des Technischen Nationalmuseum in Chomutov. Hier können nahezu 100 historische Schienenfahrzeuge diverser Typen und für verschiedene Spurweiten besichtigt werden, größtenteils aus dem Tschechischen Bahnbetrieb. Auf dem Rückweg vom Museum in unser Hotel in Marienberg besuchten wir den Eisenbahnverein „Společnost LOKO-MOTIV“ am Bahnhof Křimov (bis 1945: Krima-Neudorf) an der Strecke von Chomutov nach Reitzenhain, ein kleiner Verein wie wir. Der Besuch von uns war recht spontan und dann auch mit Führung durch die kleine Fahrzeughalle und über das Gelände. 

Ein Ausflug ohne Eisenbahnhintergrund war der Besuch des Kurortes Karlsbad in Tschechien, welches für seine Thermalquellen und den Spirituosenhersteller Jan Becher – Karlovarská Becherovka bekannt ist.

Auf dem Heimweg nach Heiligenstadt dann einen Halt am Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf. Dies liegt auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes für Güterzuglokomotiven auf dem Bahnhof Chemnitz-Hilbersdorf. Dieses war bis zur Abstellung der letzten Dampflokomotiven im Jahr 1988 für deren Wartung und Instandhaltung zuständig.

Trotz des vielen Regens war es ein gelungener lehrreicher Ausflug mit dem kulinarischen Highlight in Marienberg, dem von uns so genannten Schnitzelparadies.

Die Vereins-Samstage

In einem Eisenbahnverein zu sein bedeutet nicht nur die Fahrzeuge zu bewegen und zu Rangieren. Es bedeute auch viel Arbeit um alles in Schuss und am Laufen zu halten.

Bis ein sicherer Betrieb möglich ist, ist vorweg eine Menge Arbeit nötig. Das Gelände, die Strecke mit allen Weichen und auch alle Fahrzeuge möchten gepflegt, gewartet oder auch mal repariert werden. Auch müssen alle aktiven Mitglieder regelmäßig zum Thema Betrieb einer Eisenbahn geschult werden was vom Eisenbahnbundesamt (EBA) regelmäßig geprüft wird.

Dazu treffen wir uns in der Regel fast jeden Samstag, egal welches Wetter, es findet sich immer was zu tun. Das ist ein bisschen so wie in der Hornbachwerbung.

Die meisten kommen ab 14 Uhr zu einem Planungskaffee bevor sich umgezogen und an die Arbeit gegangen wird. Manchmal treffen sich einzelne auch schon früher. Die Arbeiten die anfallen sind sehr vielfältig:

  • Kleinere Reparaturen
  • Wartungsarbeiten
  • Geländepflege wie Rasen mähen, Büsche schneiden und Unkraut zupfen
  • Streckenpflege wie Bäume fällen und zurückschneiden
  • Müllaufsammeln was an bestimmten Stellen unserer Strecke oft ausartet

Manchmal gibt es auch einzelne Projekte die man an einem Samstag gar nicht schafft und sich manchmal in die Länge ziehen können. Dazu treffen sich dann auch schon mal Mitglieder unter der Woche.

  • Aufarbeiten ganzer Fahrzeuge
  • Aufwendige Reparaturen an Fahrzeugen
  • Hauptuntersuchung von Fahrzeugen
  • Schotterarbeiten die immer Zeitaufwendig sind

Wer bei uns mitmachen möchte, sollte Interesse an der Eisenbahn mitbringen und keine Angst haben sich schmutzig zu machen.

Der Regelbeitrag für eine normale Mitgliedschaft beträgt 60,00 Euro jährlich. Der Mindestbeitrag (für Jugendliche, Schüler, Auszubildende, Studenten, Sozialhilfeempfänger u. Dgl.) beträgt 30,00 Euro jährlich.

Wer Interesse hat, aber nicht die zeitlichen Kapazitäten um aktiv mitzuarbeiten, kann uns auch anders Unterstützen und wird einfach ein Fördermitglied. Hierbei kann man den Beitrag ab 100 Euro jährlich selbst bestimmen.